Rückgaberecht bei zu hohem Stromverbrauch des E-Autos
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Reguvis : 28.07.2026 08:41:26
Im November 2025 wurde die i-Kfz-App in Deutschland eingeführt. Bis 24. April 2026 verzeichnete das Bundesministerium für Verkehr (BMV) 1.706.902 Downloads. Was zunächst viel erscheinen mag, erweist sich im Hinblick auf bundesweit rund 43,7 Millionen private Pkw-Halter und Halterinnen als ausbaufähig, meint der ACE (Auto Club Europa). Der hat sich die App und ihre Funktionen angeschaut und erläutert, was sie jetzt bereits kann und künftig können sollte, um Fahrzeughaltenden echten Mehrwert zu bieten.
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Die i-Kfz-App ist Teil der Digitalisierung im Bereich internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz). Die zentrale Funktion der App ist derzeit dabei aber nur der „Digitale Fahrzeugschein” (DFZ), also die digitale Abbildung der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die oft mit der Bezeichnung „i-Kfz“ verbundenen Funktionen wie Anmeldung, Ummeldung oder Ausserbetriebsetzung von Fahrzeugen sind jedoch nicht Bestandteil der App. Hierfür müssen weiterhin, je nach Stadt, Gemeinde beziehungsweise Landkreis, separate Online-Portale der Zulassungsbehörden aufgerufen werden.
Um in der App einen Fahrzeugschein hinzuzufügen, sind Hürden zu nehmen. Entweder sind die aktivierte Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises, die Kenntnis der zugehörigen PIN sowie ein NFC-fähiges Smartphone erforderlich oder alternativ ein für diesen Zweck generierter QR-Code von der Zulassungsstelle. Ein solcher QR-Code wird von teilnehmenden Zulassungsstellen bei der Zulassung eines Fahrzeugs oder auf Anfrage herausgegeben, ist aktuell aber noch nicht flächendeckend verfügbar. Achtung: Der QR-Code auf dem Fahrzeugschein ist nur für die i-Kfz-Funktionen online gedacht, nicht aber für die App. Erleichtern könnte man die Nutzung der Funktion aus Sicht des ACE, wenn weitere Verifizierungsmöglichkeiten, beispielsweise Video-Ident, zur Verfügung stünden.
Sind die Hürden bei der Einrichtung überwunden, kann der digitale Fahrzeugschein im Alltag praktisch sein: Innerhalb Deutschlands ist es in der Regel nicht mehr nötig, das Originaldokument mitzuführen, wenn man die digitale Variante im Smartphone gespeichert hat. Der Schein aus Papier kann dank der App also sicher zu Hause verwahrt bleiben.
Wer mehrere zulassungspflichtige Fahrzeuge besitzt, kann alle dazugehörigen Fahrzeugscheine in der i-Kfz-App hinterlegen und hat dann alle wichtigen Fahrzeugdaten immer gesammelt parat: Angaben, die im Alltag hin und wieder benötigt werden, wie beispielsweise die erlaubte Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht, sind in der App übersichtlich dargestellt. Ist kein Netz vorhanden, ist das unproblematisch: Fahrzeugscheine, die bereits in die App geladen wurden, können auch offline angezeigt werden.
Die App führt intuitiv, klar und verständlich durch die einzelnen Schritte, erklärt Funktionen und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Über einen Info-Button ist auch eine Erklärung der einzelnen Felder im Fahrzeugschein abrufbar. Neue Daten zum Fahrzeug, etwa die aktualisierte Fälligkeit nach einer bestandenen Hauptuntersuchung (HU), oder ergänzte Eintragungen in die Fahrzeugpapiere, wie beispielsweise besondere Felgen, werden automatisch in den digitalen Fahrzeugschein übernommen.
Achtung: Im Ausland wird weiterhin grundsätzlich der Fahrzeugschein aus Papier benötigt. Und auch im Inland ersetzt der digitale nur bedingt den Fahrzeugschein im Original: Bei der Durchführung der HU bei einer Prüforganisation wie beispielsweise der GTÜ genügt die App nicht. Dies hat im vergangenen halben Jahr zu Missverständnissen geführt. Wie mehrere Prüforganisationen dem ACE gegenüber erläutern, sieht die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nach wie vor den Vermerk der HU auf dem Papierdokument vor. Laut GTÜ ist jedoch geplant, die StVZO so anzupassen, dass die App künftig ausreicht. Der TÜV Nord geht von einer Novellierung der StVZO zum Ende des Jahrzehnts aus. Auch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) teilt mit, dass es im Rahmen der aktuellen Weiterentwicklungsüberlegungen mögliche Lösungen prüfen werde.
Insgesamt steht die App aus Sicht des ACE noch am Anfang ihrer Entwicklung: Sie stellt eine gute Basis für weitere digitale Dokumente und Funktionen dar. Wünschenswert wäre neben der Integration von Führerschein, Personalausweis, HU-Bericht und weiteren Fahrzeugpapieren, dass alle Online-i-Kfz-Funktionen und weitere Verwaltungs- und Prüfprozesse, etwa rund um die HU, über die App erfolgen könnten. Laut dem BMV soll sie bereits Ende dieses Jahres um den digitalen Führerschein ergänzt werden.
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