VERIS - Normen  Regelungen des Bundes  GWB  Teil 4 Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen (§§ 97-184)  Kapitel 2 Nachprüfungsverfahren (§§ 155-184)  Abschnitt 2 Verfahren vor der Vergabekammer (§§ 160-170) 

GWB § 163 Untersuchungsgrundsatz
In Kraft seit
19.01.2021
Geltungsbereich
Bundesrepublik Deutschland
Normgeber
Bund
Publikationsdatum
18.01.2021
Publikationsorgan
BGBl. I
Publikationsnummer
1
Publikationsseite
2
Gültig bis: 18.01.2021
Titel:GWB § 163 Untersuchungsgrundsatz
Geltungsbereich:Bundesrepublik Deutschland
Publikation:18.01.2021 (BGBl. I 1/2)
§ 163 Untersuchungsgrundsatz
(1)
Die Vergabekammer erforscht den Sachverhalt von Amts wegen. Sie kann sich dabei auf das beschränken, was von den Beteiligten vorgebracht wird oder ihr sonst bekannt sein muss. Zu einer umfassenden Rechtmäßigkeitskontrolle ist die Vergabekammer nicht verpflichtet. Sie achtet bei ihrer gesamten Tätigkeit darauf, dass der Ablauf des Vergabeverfahrens nicht unangemessen beeinträchtigt wird.
(2)
Die Vergabekammer prüft den Antrag darauf, ob er offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist. Dabei berücksichtigt die Vergabekammer auch einen vorsorglich hinterlegten Schriftsatz (Schutzschrift) des Auftraggebers. Sofern der Antrag nicht offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist, übermittelt die Vergabekammer dem Auftraggeber eine Kopie des Antrags und fordert bei ihm die Akten an, die das Vergabeverfahren dokumentieren (Vergabeakten). Der Auftraggeber hat die Vergabeakten der Kammer sofort zur Verfügung zu stellen. Die §§ 57 bis 59 Absatz 1 bis 4, § 59a Absatz 1 bis 3 und § 59b sowie § 61 gelten entsprechend.