Rechtsgrundlagen  FGG (außer Kraft ab 1.9.2009)  2. Abschnitt Vormundschafts-, Familien-, Betreuungs- und Unterbringungssachen  II. Vormaundschafts- und Familiensachen 

Norm:
§ 46 FGG (Achtung: ab 01.09.2009 ersetzt durch das FamFG) [Abgabe an ein anderes Vormundschaftsgericht]
Außer Kraft ab:
30.09.2009
Geltungsbereich:
Bundesrepublik Deutschland
Publikationsorgan:
BGBl. I
Publikationsseite:
2026
Titel:FGG (Achtung: ab 01.09.2009 ersetzt durch das FamFG) § 46 FGG (Achtung: ab 01.09.2009 ersetzt durch das FamFG) [Abgabe an ein anderes Vormundschaftsgericht]
Geltungsbereich:Bundesrepublik Deutschland
Publikation:BGBl. I S. 2026
§ 46

[Abgabe an ein anderes Vormundschaftsgericht]

(1)

Das Vormundschaftsgericht kann die Vormundschaft aus wichtigen Gründen an ein anderes Vormundschaftsgericht abgeben, wenn sich dieses zur Übernahme der Vormundschaft bereit erklärt; hat der Mündel bereits einen Vormund erhalten, so ist jedoch dessen Zustimmung erforderlich. Als ein wichtiger Grund ist es in der Regel anzusehen, wenn ein unter Vormundschaft stehender Minderjähriger wegen einer Straftat vor einem anderen Gericht angeklagt ist.

(2)

Einigen sich die Gerichte nicht oder verweigert der Vormund oder, wenn mehrere Vormünder die Vormundschaft gemeinschaftlich führen, einer von ihnen seine Zustimmung, so entscheidet das gemeinschaftliche obere Gericht und, falls dieses der Bundesgerichtshof ist, dasjenige Oberlandesgericht, zu dessen Bezirk das Gericht gehört, an welches die Vormundschaft abgegeben werden soll. Eine Anfechtung der Entscheidung findet nicht statt.

(3)

Diese Vorschriften sind auf die Pflegschaft und die im § 43 bezeichneten Angelegenheiten entsprechend anzuwenden.