2,6 Millionen Unfälle in 2019

Die polizeilich erfassten Verkehrsunfälle haben nach Schätzungen des ADAC in 2019 um 0,9 Prozent zugenommen auf 2.660.000 Unfälle. Trotz der Zunahme ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland um etwa 7,2 Prozent auf 3.040 gesunken. Dies wäre der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Der bisherige Tiefststand war 2017 mit 3.180 Verkehrstoten erreicht worden. Ähnliche Zahlen hat jetzt auch das Statistische Bundesamt veröffentlicht.

Mehr getötete Pedelec-Fahrer

Der diesjährige Rückgang ist bei nahezu allen Verkehrsbeteiligten zu verzeichnen – außer bei den Radfahrern. Aufgrund der deutlich gestiegenen Zahl schwerer Unfälle von Pedelec-Fahrern wird die Gesamtzahl der getöteten Radfahrer in diesem Jahr zunehmen. Ein Grund, so der ADAC: Es steigen immer mehr ältere Menschen aufs Fahrrad oder Pedelec. Aufgrund des Alters steige aber das Risiko für schwere Verletzungen. Die Zunahme des Radverkehrs sorgt für Handlungsdruck, meint der ADAC, und zeige, dass dringend ein Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur erfolgen müsse.

Größtes Risiko in Sachsen-Anhalt

Laut Auto-Medienportal.net bestand das größte Risiko, tödlich zu verunglücken in Sachsen-Anhalt mit 29 Verkehrstoten je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 27 Verkehrstoten.

Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in den Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen mit 12 Verkehrstoten sowie Schleswig-Holstein mit 14 und dem Saarland mit 15 bei Straßenverkehrsunfällen Getöteten je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohnern.