Streetscooter wird eingestellt

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Die Produktion des Streetscooters wird noch in diesem Jahr eingestellt.

Noch im Laufe diesen Jahres sollen die letzten Streetscooter vom Band rollen. Bisher hat das Tochterunternehmen der Deutschen Post 12.000 Fahrzeuge gebaut. Zuletzt hatte die Post erfolglos versucht, ihre Streetscotter-Tochter zu verkaufen, da diese große Verluste verursacht hatte. In die Schlagzeilen gerieten die E-Autos durch Akkubrände.

Auf der Internetseite der Deutschen Post wird der Streetscooter weiter als sparsam, wirtschaftlich und umweltfreundlich angeboten. Aber seit der Bekanntgabe der Entscheidung nimmt das Unternehmen keine Neubestellungen mehr an. Die Auslieferung der bereits georderten Fahrzeuge könne sich bis ins kommende Jahr hinziehen, so ein Sprecher des Unternehmens.

In 2018 hatte die Post mit dem Streetscooter einen Verlust von 70 Millionen € eingefahren. Für 2019 rechnet der Konzern mit einem zweistelligen Millionenbetrag und für die "Anpassung" rechnet die Post jetzt noch einmal mit Aufwendungen von 300 bis 400 Millionen €.

Der Streetscooter war mal ein Aushängeschild der Deutschen Post. Weil es lange keine elektrisch angetriebenen Kleintransporter gab, hatte der Konzern das Startup gekauft.

Immer wieder gerieten die Streetscooter durch Brände in die Schlagzeilen. So sind im November 2018 innerhalb weniger Tage zwei der Lieferfahrzeuge komplett ausgebrannt. Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöfer gegenüber dpa zum Aus des Streetscooters: "Das war abzusehen, das das Ding nicht tragfähig ist."