Kfz-Sachverständigenausbildung an der awg

Von: Patrick Betzing, Akademieleiter der awg mbH, Kottenheim

Qualität statt Quantität

Ausrichtung der awg für die Zukunft

Derzeit steht der gesamte Ausbildungsgang der awg auf dem Prüfstand. Es ist in diesem Jahr notwendig, diverse Anpassungen vorzunehmen. Denn nicht nur die Corona-Situation hat die Kfz-Sachverständigenbranche gefordert. Auch die technischen Entwicklungen auf dem gesamten Markt der Fahrzeughersteller fordern entsprechende Neuerungen und Ergänzungen. Für den nächsten Herbstkurs 2021  wird es bereits einen neuen Ausbildungsplan geben. Wir möchten die Teilnehmer in der Zukunft noch besser auf die Praxis vorbereiten. Somit wird das Praktikum z.B. künftig aufgeteilt. Die Teilnehmer werden nach vorheriger Prüfung auf Notwendigkeit  spezielle Praxisanteile festigen. Ob im Sachverständigenbüro oder in einer Karosseriewerkstatt oder bei einem Fachbetrieb mit Schwerpunkt Achsgeometrie oder bei einem Lackierfachbetrieb – das Praktikum wird zeitgemäß und flexibel auf die Bedürfnisse abgestimmt. Ebenfalls wird es einen erhöhten Anteil von Elektronik und deren Diagnose in der Ausbildung geben. Auch wird das Thema „Fahrrad und E-Bike“ Teil der Ausbildung.

Erfolgsgeschichte seit über 20 Jahren

Blickt man heute zurück, dann wird man erstaunt feststellen, dass nunmehr bereits seit mehr als 20 Jahren Kfz-Sachverständige an der awg ausgebildet werden. Bereits in den Anfängen hatte man Ende der 1990er Jahre versucht, trotz des fehlenden Berufsbildes des oder der „Kfz-Sachverständigen“, die Ausbildung an die Tätigkeit des oder der Sachverständigen für Fahrzeugschäden und Bewertung anzulehnen. Neben den Grundlagen der Sachverständigentätigkeit in der Theorie war der Anteil der Praxis immer das besondere Aushängeschild der awg. Die besonderen Räumlichkeiten, eine Kfz-Prüfstelle mit LKW-Halle in der eigenen Unternehmensgruppe sowie ein großzügiges Gelände mit einer Vielzahl von Parkflächen boten den Teilnehmern von Beginn an professionelle Rahmenbedingungen. Die immer komplexeren Anforderungen an die oder den Kfz-Sachverständige(n) führten zu permanenten Anpassungen der Inhalte in den Ausbildungsgängen zum oder zur Kfz-Sachverständigen. Ob Kenntnisse im Bereich der Schadensregulierung, Vorgehensweisen der Versicherungsbranche oder die ständige Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik – wer hätte zu Beginn des neuen Jahrtausends gedacht, dass der oder die Kfz-Sachverständige im Jahr 2021 täglich mit E-Bikes oder allgemein mit Elektro-Fahrzeugen konfrontiert wird? Und damit ist nur ein kleiner Auszug aus dem Anforderungsprofil eines oder einer Kfz-Sachverständigen genannt. Gab es zu Beginn jeweils einen Kurs pro Kalenderjahr, gibt es nunmehr bereits zwei Kurse im laufenden Jahr. Somit starten regelmäßig zwei Kurse – ein Kurs im April (Frühjahrskurs) und ein Kurs im Oktober (Herbstkurs).

Die Ausbildungsgänge gliedern sich in drei Abschnitte. Im ersten Teil absolvieren die Teilnehmer das Grundseminar. Wie der Name bereits andeutet, werden die Teilnehmer in acht aufeinander folgenden Wochen (340 Unterrichtseinheiten) in Vollzeit an die Grundlagen des oder der Kfz-Sachverständigen herangeführt. Anschließend durchlaufen die angehenden Kfz-Sachverständigen ein zwölfwöchiges Praktikum. Hier sollten die Grundlagen möglichst gefestigt werden. Ebenfalls sollten die Teilnehmer im Praktikum zum einen das Unfall-Schaden-Geschäft, zum anderen sämtliche administrativen Tätigkeiten vollumfänglich kennenlernen. Abschließend findet das sechswöchige, ebenfalls in Vollzeit zu absolvierende, Aufbauseminar (295 Unterrichtseinheiten) statt. Neben den allgemeinen Themen der Sachverständigentätigkeit geht es im Aufbauseminar auch speziell um alternative Fahrzeuge, wie z.B. Nutzfahrzeuge, Motorräder und Landmaschinen. Zum Abschluss der Ausbildung erfolgt eine zweitägige Abschlussprüfung in Theorie und Praxis. (Weitere Informationen unter sekretariat@awg-mbh.de).

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 03/2021.



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