Die Restwertfalle

Recht

Anscheinend beflügelt – oder aber auch berauscht – scheinen die Versicherungsunternehmen die Entscheidung des BGH vom 25.6.2019 (Az.: VI ZR 358/18) in ihrem Sinne auf andere Sachverhaltskonstellationen auszuweiten.

BGH, Urteil vom 25.6.2019 – VI ZR 358/18

Wie bekannt, ging es in diesem Fall des BGH um einen totalbeschädigten PKW eines Autohauses, für dessen Beschädigung die gegnerische Versicherung vollumfänglich einzustehen hatte. Das Autohaus beauftragte einen Kfz-Sachverständigen, der für das Fahrzeug auf dem allgemeinen regionalen Markt einen Restwert in Höhe von 9.500,00 € ermittelte. Im Anschluss hieran verkaufte das Autohaus den PKW zum Restwert laut Gutachten.

Die regulierungspflichtige Versicherung ermittelte später dagegen einen Restwert über eine Restwertbörse in Höhe von 17.030,00 €.

Der BGH wies die Klage des Autohauses auf den Differenzrestwert in Höhe von 7.530,00 € u.a. mit der Begründung ab, dass es sich bei dem Autohaus um ein Unternehmen handelt, das sich auch mit dem An- und Verkauf von gebrauchten Kraftfahrzeugen befasst. Weiterhin führte es zur Begründung aus, dass es grundsätzlich auf die Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten der geschädigten Partei ankommt und unterstellte damit, dass dem Autohaus der Zugang zu den Restwertbörsen und somit die Verwertung auf dem Restwertsondermarkt möglich ist.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 4 / 2021 auf Seite: 26
Jochen Pamer, Rechtsanwalt, Roth

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