Der Kfz-Sachverständige

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Die aktuelle Ausgabe "Der Kfz-Sachverständige" - Heft 6/2019

Inhalt 

Technische Herausforderungen automatisierter Fahrfunktionen

E-Scooter aus der Sicht eines Sachverständigen

Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen

Aus dem Editorial:

Elmar Fuchs

Liebe Leserin, lieber Leser,

man stellt sich die Frage, ob tatsächlich insbesondere die Rechtsprechung der Obergerichte in ausreichendem Umfang bedenkt, welche Konsequenzen unklare Begründungen in Entscheidungen in der praktischen Unfallschadenabwicklung haben können.

Die Entscheidung des BGH (Urteil vom 25.6.2019 – VI ZR 358/18) zum Restwert bestätigt nur auf den ersten Blick die fundierte Rechtsprechung des Senates zur Ermittlung des Restwertes.

Ohne Not wird bei der Restwertermittlung der subjektive Schadensbegriff zitiert – zwar formal nur bezogen auf das Wissen eines Kfz-Betriebes, der selbst Eigentümer des totalbeschädigten Fahrzeuges ist, aber tatsächlich wird diese Entscheidung den Wünschen vieler Versicherer gerecht, die die Restwertermittlung seit jeher nur über Restwertbörsen vornehmen wollen.

Es mag durchaus sein, dass in diesem konkreten Fall der ermittelte Restwert schlichtweg fehlerhaft war und möglicherweise als reiner Gefälligkeitsrestwert zu bewerten ist. Hieraus aber den Schluss zu ziehen, dass der Kfz-Betrieb – weil er mit Fahrzeugen handelt – den Restwert nur zu den festgebotenen Restwertbörsen veräußern darf, bestätigt ohne Not die durch den BGH selbst zuvor als falsch proklamierten Vorstellungen der Versicherungsgesellschaft, dass bei der Restwertermittlung Restwertbörsen heranzuziehen sind.

Auch die Einführung des Begriffes des subjektiven Schadens führt eben keinesfalls zu wünschenswerter Klarheit, sondern öffnet Tür und Tor, die Restwertermittlung stets davon abhängig zu machen, welche Sonderkenntnisse der Eigentümer des Fahrzeuges besitzt.

Die erste Gruppe, die hiervon betroffen ist, sind die Leasinggesellschaften, obschon sich die Leasinggesellschaften faktisch nicht mit dem Handel der Fahrzeuge befassen.

Kritik an Gerichtsentscheidungen ist sicher nicht unproblematisch. Wir müssen mit den Entscheidungen leben und wir müssen vor allen Dingen die Interpretationen für derartige Entscheidungen bekämpfen, die jetzt von interessierter Seite vorgenommen werden.

Nichtsdestotrotz muss es möglich sein, eine Entscheidung auch kritisch zu kommentieren, selbst wenn die Entscheidung eine Entscheidung des Blechsenats des BGH ist.

In jeden Fall versprechen die nächsten Monate, turbulent zu werden. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Zahl der Restwertregressverfahren und die Zahl der Auseinandersetzungen um die Höhe des anzurechnenden Restwertes in der Totalschadensabrechnung in den nächsten Monaten dramatisch ansteigen werden.

Ihr Elmar Fuchs

Der KFZ-SV Ausgabe 6 / 2019

Editorial

Editorial
....Seite 1 

Liebe Leserin, lieber Leser,

man stellt sich die Frage, ob tatsächlich insbesondere die Rechtsprechung der Obergerichte in ausreichendem Umfang bedenkt, welche Konsequenzen unklare Begründungen in Entscheidungen in der praktischen Unfallschadenabwicklung haben können.

Die Entscheidung des BGH...

 
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Meldungen

Abbiegeassistent wird für Lang-Lkw Pflicht
....Seite 3 

Für Lang-Lkw wird die Ausstattung mit einem Abbiegeassistenten ab 2020 Pflicht. Gleichzeitig werden die erlaubten Strecken um die von den Bundesländern gemeldeten Abschnitte ausgeweitet. Baden-Württemberg und Bremen geben erstmals ihr gesamtes Streckennetz für den verlängerten Sattelauflieger...

 
mehr... Red.
GTÜ-Gebrauchtwagenreport 2019
....Seite 3 

Die deutschen Premiummarken Audi, Mercedes und Porsche sind fast durchgängig die Gewinner im neuen GTÜ- Gebrauchtwagenreport. In der Mittelklasse, der Oberklasse und Luxusklasse sowie bei den Sportwagen, Vans und SUVs belegen sie ausnahmslos die ersten Plätze. Gleich drei Modelle der...

 
mehr... Red.
Alkohol-Wegfahrsperren erwünscht
....Seite 4 

Eine breite Mehrheit der Bundesbürger befürwortet verpflichtende Alkohol- Wegfahrsperren in Fahrzeugen meldet das Auto-Medienportal. Das sei das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Telefonumfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.002 Personen ab 18 Jahren. In Fahrzeugen installierte...

 
mehr... Red.
Elektroautos – Reichweite grösser als erwartet
....Seite 4 

Mit Daten arbeitet Jato Dynamics jetzt gegen die „Reichweitenangst“ beim batteriegetriebenen Elektroauto. Zum Jahresanfang hatte das Beratungsunternehmen McKinsey bei deutschen Autofahrern drei Hauptgründe ermittelt, die sie vom Kauf eines Elektrofahrzeugs abschrecken würden, meldet das Auto-...

 
mehr... Red.
Welche Einstellung haben Bürger zum autonomen Fahren?
....Seite 5 

In der repräsentativen Online-Studie „The Pulse of Autonomous Driving“ hat Audi eine Nutzertypologie zum autonomen Fahren erstellt, berichtet das Auto-Medienportal. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos haben die Ingolstädter 21.000 Menschen aus neun Ländern auf drei Kontinenten befragt....

 
mehr... Red.

Technik

Lexus RX 450h / Ford Tourneo Connect 1,5 l TDCi
....Seite 6 

 

 
Red.

Sachverständigenwesen

Technische Herausforderungen automatisierter Fahrfunktionen
....Seite 8 

Ich möchte Ihnen eine Einführung in automatisiertes Fahren geben. Im Englischen spricht man von Automated Driving. Manche sagen auch Autonomous Driving, aber das geht schon ein bisschen weiter, das ist dann die finale Ausbaustufe des automatisierten Fahrens.

Das Potenzial wird sehr unterschiedlich...

 
mehr... Dr. Harald Neumann
E-Scooter aus der Sicht eines Sachverständigen
....Seite 15 

Wenn jede/r dritte Fahrer/-in eines E-Rollers sich bei der ersten Fahrt verletzt, sollte sich ein/e Sachverständige/r um diesen neuen fahrbaren Untersatz kümmern, der momentan so im Trend liegt. Jeder möchte dieses alternative Verkehrsmittel einmal ausprobieren und fühlen, wie man elektrisch...

 
mehr... Frank Drescher
Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen
....Seite 17 

Wer gesund bleiben möchte, sollte kontinuierlich auf seine „Work-Life- Balance“ achten. Aber auch innerhalb unseres Arbeitslebens brauchen wir eine Ausgewogenheit. Wenn das innere Gleichgewicht zu stark gestört wird, reagiert man genervt, und dann ist die Gefahr sehr groß, dass man unnötige Fehler...

 
mehr... Christian Hoffmann, Kfz-Sachverständiger, Bad Salzuflen
Hebelt der VI . Senat des BGH seine eigene Restwert-Rechtsprechung aus?
....Seite 20 

Der BGH hat sich in seiner Entscheidung vom 25.6.2019 (Az.: VI ZR 358/18) mit der Frage befasst, inwieweit bei der Veräußerung eines unfallbeschädigten Fahrzeuges, das im Eigentum eines Kfz-Betriebes steht, die dort insoweit vorhandenen Spezialkenntnisse bei der Veräußerung des Unfallfahrzeuges zu...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam
Entscheidung des OVG Münster zu Diesel-Fahrverbot in Aachen
....Seite 23 

Das OVG Münster hat am 31.7.2019 (Az.: 8 A 2851/18) in einem Berufungsverfahren zwar grundsätzlich dem Kläger (in dem konkreten Fall der Deutschen Umwelthilfe) Recht gegeben, aber gleichwohl ein Einfahrverbot in die Innenstadt nur als Ultima Ratio beschrieben.

Formaljuristisch bestätigt die...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam
Immer neuer Ärger mit Abtretungsformularen
....Seite 24 

2018 hat der BGH (Urteil vom 17.7.2018 – VI ZR 274/17) eher am Rande entschieden, dass die geübte Praxis der Abtretung erfüllungshalber der Sachverständigen- oder auch der Reparaturkosten unzulässig ist, da der Zedent – also der Gläubiger, der die Forderungen an den Dritten abtritt – unzumutbar...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

Rechtsprechung

Rechtsprechungsreport
....Seite 25 

Die Auswahl des Sachverständigen ist nicht isoliert anfechtbar OLG Frankfurt, Beschluss vom 5.8.2019 – 8 W 33/19

Befangenheit des Gerichtssachverständigen wegen einem eigenen wirtschaftlichen Interesse am Ausgang des Rechtsstreits? BGH, Beschluss vom 6.6.2019 – III ZB 98/18

Befangenheit des...

 
mehr... Ausgewählt von Dr. Felix Lehmann, Vorsitzender Richter am LG Kiel

Fachliteratur

Buchtipps
....Seite 33 

Hans-Leo Ross - Funktionale Sicherheit im Automobil - Die Herausforderung für Elektromobilität und automatisiertes Fahren. Hanser Fachbuch, München, 2. Auflage 9/2019; 499 S.; Hardcover; ISBN 978-3-446-45841-3; 99,99 € (E-Book 79,99 €)

Rainer Krautscheid, Hans-Peter David, Thomas Hain, Martin...

 
mehr... Red.

Veranstaltungen

Veranstaltungen
....Seite 35 


 
Red.

Technische Herausforderungen automatisierter Fahrfunktionen

Ich möchte Ihnen eine Einführung in automatisiertes Fahren geben. Im Englischen spricht man von Automated Driving. Manche sagen auch Autonomous Driving, aber das geht schon ein bisschen weiter, das ist dann die finale Ausbaustufe des automatisierten Fahrens.

Das Potenzial wird sehr unterschiedlich gesehen, aber verschiedene Studien weisen aus, dass bis 2030 womöglich 20.000.000–25.000.000 Fahrzeuge im privaten Bereich schon hochautomatisiert fahren werden. Im professionellen Bereich, z.B. autonome Stadt-Taxis, sind es vielleicht 4.000.000–16.000.000. Man sieht, da ist die Streuung bei den Prognosen deutlich größer.

Jedenfalls geht es um die digitale Transformation der Mobilität. Und eines ist ganz klar: Es wird immer komplizierter und für Sie als Kfz-Sachverständige bringt das große Herausforderungen mit sich.

Autos gehen online und werden zu „Internet of Things“

In der Literatur findet man oft vier Therme zu dem Thema: automatisierte Mobilität, vernetzte Mobilität, Elektrifizierung der Mobilität und geteilte (shared) Mobilität.

Für mich ganz wichtig sind dabei die Themenbereiche Komplexität der Technik und Sicherheit. Die Engländer und Amerikaner unterscheiden bei dem Wort Sicherheit zwischen Safety and Security. Bei der automatisierten Mobilität ist zunächst das Thema Safety besonders wichtig. (Im Bereich der klassischen Safety werden in Maschinen mit Gefährdungspotenzial Funktionen eingebaut, um Menschen und Umwelt zu schützen.)

Das Lebenszyklus-Management der Fahrzeuge wird sich durch automatisierte Mobilität ganz entscheidend verändern. Das ist sicher auch wichtig für Sie als Gutachter. Und dieser Aspekt ist total verbandelt mit vernetzter Mobilität: Autos gehen online. Sie entwickeln sich zu einem IoT, zu einem „Internet of Things“-Gegenstand. Und bei der vernetzten Mobilität kommt im Bereich der Sicherheit der Begriff Security ins Spiel. Da geht es vor allem um Cyber Security und um Datensicherheit. (Bei Security schützt man nicht die Menschen vor den Maschinen, sondern umgekehrt die Maschinen vor dem Menschen. Man schützt sie z.B. davor, dass Menschen sie nicht lahmlegen oder wichtige Sicherheitsfunktionen abschalten oder persönliche Daten oder Informationen stehlen.)

Die beiden anderen Themen, die in diesem Zusammenhang immer angeführt werden, sind Elektrifizierung der Mobilität und Shared Mobility, also geteilte Mobilität. Da geht es dann z.B. um Carsharing. Das eigene Auto verliert an Bedeutung. Der Stellenwert des Autos in der Gesellschaft nimmt vor allem bei jungen Leuten ab. Das Handy z.B. wird dagegen immer wichtiger.

Automatisiertes Fahren bringt Mobilität für jedes Alter

Mehrere Institute haben nachgewiesen, dass automatisiertes Fahren mehr Sicherheit bringt. Als weiterer Vorteil gilt die Demokratisierung der Mobilität. Fortgeschrittenes automatisiertes Fahren fördert wahrscheinlich Mobilität für jedes Alter, denn man muss nicht mehr irgendwann den Führerschein abgeben, weil man nicht mehr fahrtauglich ist. Das automatisierte Auto kompensiert das. Außerdem gibt es weniger Staus. Der Durchsatz auf unseren Straßen wird steigen. Als Stuttgarter bin ich da leidgeprüft, das kann ich Ihnen sagen. Verbesserter Kraftstoffverbrauch ist dann auch die Konsequenz von besserem Durchsatz.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe 06/2019.

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Veranstalter:  AWG mbH

Hybridantriebe Modul I

Termin:  13.12.19 8:30 bis 16:30
Veranstaltungsort:  Kottenheim
Veranstalter:  AWG mbH
12.11.2019

E-Scooter aus der Sicht eines Sachverständigen

Wenn jede/r dritte Fahrer/-in eines E-Rollers sich bei der ersten Fahrt verletzt, sollte sich ein/e Sachverständige/r um diesen neuen fahrbaren Untersatz kümmern, der momentan so im Trend liegt. Jeder möchte dieses alternative...

Von: Frank Drescher
17.09.2019

35. Kfz-Sachverständigentag des BVSK 2020

Nach zwei Jahrzehnten erfolgreicher Sachverständigentage in Potsdam wird immer häufiger der Wunsch geäußert, den traditionellen Sachverständigentag – möglicherweise auch im Wechsel mit Potsdam – gelegentlich auch an anderen...

Von: Red.
17.09.2019

Verursachte Schäden am Fahrzeug durch eine Feuerwerksbatterie

Laut Auftrag des AG W. wurde der Unterzeichner beauftragt, ein technisches Gutachten zum Beweisthema zu erstellen. Für die Beantwortung der Beweisfragen war es unumgänglich, einen praktischen Versuch für die Rekonstruktion von...

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15.03.2019

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