20.10.2020

Warenhäuser im Wandel – Analyse von Nachnutzungskonzepten

Von: Florian Hackelberg, Jan Dirkes, Benjamin Schrödl

Das Warenhaus, einst Symbol des deutschen Wirtschaftswunders, vereint mit dem Konzept des Vollsortimenters „Alles unter einem Dach“, wurde bis zu seiner Blütezeit Anfang der 1970er-Jahre zentraler Anlaufpunkt vieler deutscher Innenstädte. Das sich in den folgenden Jahren wandelnde Verbraucherverhalten und der später aufkommende Onlinehandel führten zu einer tief greifenden Veränderung des stationären Einzelhandels. Infolge dieser Entwicklungen wurden in den vergangenen Dekaden etliche Warenhäuser geschlossen und die dadurch frei gewordenen Immobilien einer Nachnutzung zugeführt. Aufgrund ihrer prominenten Innenstadtlagen kommt den Immobilien eine zentrale Bedeutung zu. Die Nachnutzung besonders in kleinen und mittelgroßen Städten kann daher tiefgreifende Auswirkungen auf die jeweiligen innerstädtischen Strukturen haben. Trotz der hervorragenden Lage in der jeweiligen Stadt, die regelmäßig ein Hauptgrund für das Engagement von Investoren und Projektentwicklern ist, stellt die inklusive Architektur der Immobilien mit ihren großen Raumtiefen und zumeist fensterlosen Fassadenfronten Investoren vor bauliche Herausforderungen. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchungen wurden die Nachnutzungen aller 52 geschlossenen Warenhäuser der vergangenen zehn Jahre dezidiert nachverfolgt und ausgewertet. Aus der individuellen Beobachtung der jeweils umgesetzten Konzepte wurden grundsätzliche Tendenzen und Faktoren für erfolgreiche Nachnutzungen von Warenhäusern herausgearbeitet. Die Erkenntnisse der Datenanalyse wurden durch Experteninterviews mit führenden Marktteilnehmern und deren Praxiserfahrung ergänzt.

Hier finden Sie eine Leseprobe zum Fachbeitrag. 

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