26.11.2013

Verkehrswertnahe Wertermittlung für steuerliche Zwecke

Von: Dr.-Ing. Kathrina Völkner

Die erbschaftsteuerliche Bewertung des Grundvermögens erfolgt seit 2009 nach den Vorgaben der §§ 176–198 des Bewertungsgesetzes (BewG). Die Verfahren sind angelehnt an die Verfahren der Wertermittlungsverordnung (WertV) bzw. nun der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Eine wissenschaftliche Analyse der neuen Verfahren des BewG erfolgte innerhalb des Reformprozesses nicht. Die massenhafte Bewertung von Immobilien für steuerliche Zwecke benötigt vereinfachte und typisierte Verfahren, die dennoch dem Gleichheitsgrundsatz genügen sollen. Kathrina Völkner untersucht in ihrer hier auszugsweise vorgestellten Dissertation „Verkehrsnahe Wertermittlung – Verfahren zur massenhaften Bewertung von Immobilien“, in wieweit der
„Gemeine Wert“ des Steuerrechts mit dem „Verkehrswert“ der städtebaulichen Wertermittlung übereinstimmt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es zwar große Ähnlichkeiten gibt, dass die beiden Wertbegriffe in der Praxis allerdings in unterschiedlichen Kontexten verwendet werden.

Gemeiner Wert


Untrennbar mit der Untersuchung und Prüfung der steuerlichen Bewertungsverfahren
verbunden ist die Frage, welches Ergebnis erzielt, d.h. welcher Wert im Rahmen der
Verfahren ermittelt werden soll. Zunächst wird daher eine historische Betrachtung der Begriffe gemeiner Wert und Verkehrswert innerhalb des jeweiligen Bereichs der Bewertung bzw. Wertermittlung durchgeführt. Innerhalb der historischen Betrachtung wird deutlich, dass die Bewertung und Wertermittlung eigenständige Bereiche sind, die in ihrer Entwicklung zwar immer wieder Berührungspunkte hatten und haben, ansonsten aber verschiedene Ziele und Zwecke verfolgen.

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