15.06.2015

Die Ertragswertrichtlinie als Richtschnur

Von: Gabriele Bobka

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat am 14.04.2015 einen aktuellen Entwurfsstand der Ertragswertrichtlinie (EW-RL) veröffentlicht, um einem breiten Fachpublikum die Möglichkeit der Stellungnahme zu geben. Die Ertragswertrichtlinie soll die entsprechenden Regelungen der WertR 2006 ersetzen. Damit wird die sukzessive Ablösung der WertR durch Richtlinien zu einzelnen Teilbereichen fortgesetzt. Bislang sind die Bodenrichtwertrichtlinie, die Sachwertrichtlinie und die Vergleichswertrichtlinie veröffentlicht worden. Im letzten Schritt sollen die Einzelrichtlinien dann wieder zu einer WertR zusammengefasst werden. Sie soll dazu beitragen, eine modellkonforme Ermittlung des Ertrags- bzw. Verkehrswerts und der dem Verfahren zugrunde liegenden Daten nach einheitlichen und marktgerechten Grundsätzen zu gewährleisten.

Verfahrensvarianten
Wie schon die anderen bisher veröffentlichten Richtlinien betont auch die Ertragswertrichtlinie die
Bedeutung der Modellkonformität. Als Verfahrensvarianten führt die Richtlinie
1. das allgemeine Ertragswertverfahren auf der Grundlage marktüblich erzielbarer Erträge unter modellhafter Aufspaltung in einen Boden- und Gebäudewertanteil,
2. das vereinfachte Ertragswertverfahren auf der Grundlage marktüblich erzielbarer Erträge und des abgezinsten Bodenwerts und
3. das periodische Ertragswertverfahren auf der Grundlage periodisch unterschiedlicher Erträge und
des Restwerts des Grundstücks.

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