15.08.2014

Das Sachverständigenbüro in der Praxis

Von: Gabriele Bobka

Das Sachverständigenbüro in der Praxis

Die zunehmende Internationalisierung auf den Immobilienmärkten, die Abkehr von der bisherigen Buy-andhold-Strategie von Non-Property-Unternehmen und die Änderung des Investmentgesetzes führen zu einem steigenden Anteil an Bewertungs- und Beratungsbedarf. Künftig wird es den Sachverständigen nicht mehr geben, dazu ist unsere Welt zu kompliziert geworden. Arbeitsteilung und Spezialisierung werden auch im Bereich
Immobilienbewertung zunehmen. Der internationale Kapitalmarkt fordert von Gutachten Nachvollziehbarkeit, Transparenz und Marktbezogenheit. Bewerter müssen daher sowohl über Verständnis der Marktzusammenhänge und Denkweisen der Investoren als auch über Kenntnis der aktuellen Marktentwicklungen verfügen. Darüber hinaus gilt es für Sachverständige, sofern sie ihre Tätigkeit nicht alleine ausführen, sich in Theorie und Praxis mit dem Management ihres Unternehmens, mit Organisation, Personalführung und -entwicklung, Change-Management, Finanzierung und Marketing auseinanderzusetzen.

Organisation

Die sich in immer kürzeren Zyklen verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen, verschärfte Wettbewerbsbedingungen, zunehmende Internationalisierung und eine stärkere Kundenorientierung bedingen auch für Sachverständige eine größere Spezialisierung, die häufig nur durch den Zusammenschluss mehrerer Sachverständiger zu bewältigen ist. Daneben bauen immer mehr Makler- und Beratungsunternehmen spezifische Abteilungen oder Tochterunternehmen für Immobilienbewertung auf. Dies bedingt in der Gestaltung der Unternehmensorganisation entsprechende Veränderungen.Diese muss eine hohe Flexibilität aufweisen, verstärkt Innovationen aufgreifen, Ressourcen effektiv nutzen, Kooperationen fördern, eine hohe Kundenorientierung aufweisen und die stark erweiterten Möglichkeiten der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen. Neuere Entwicklungen in der Organisationsgestaltung zielen daher stärker auf eine Prozessorientierung, die Bildung kleinerer, relativ selbstständiger Organisationseinheiten sowie die höhere Einbindung von Team- und Gruppenarbeit.

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