15.12.2020

Starker Rückgang der registrierten Zu- und Fortzüge im 1. Halbjahr 2020

Nach vorläufigen Ergebnissen der Wanderungsstatistik gab es in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 rund 529.000 Zuzüge und 455.000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. Daraus resultiert eine Nettozuwanderung von 74.000 Personen. Wie Destatis weiter mitteilt, wurde im 1. Halbjahr 2019 noch eine Nettozuwanderung von 167.000 Personen registriert. Damit sind im 1. Halbjahr 2020 rund 29 % weniger Personen zu- und 22 % weniger fortgezogen als im Vorjahreszeitraum. Der starke Rückgang ist insbesondere auf die Entwicklungen ab März 2020 zurückzuführen und fällt somit zeitlich mit den globalen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen. Im Januar und Februar 2020 wichen die Zu- und Fortzüge nur geringfügig von den im Januar und Februar 2019 beobachteten Werten ab (–4 % bei den Zuzügen, –1 % bei den Fortzügen gegenüber Januar bis Februar 2019). Demgegenüber lag die Zahl der Zuzüge im Zeitraum März bis Juni 2020 42 % unterhalb des Wertes von März bis Juni 2019. Für die Fortzüge ergab sich zwischen März und Juni 2020 ein Rückgang um 32 %. Am stärksten gingen Zu- und Fortzüge dabei im Monat April 2020 zurück (–60 % bei den Zuzügen und –47 % bei den Fortzügen gegenüber April 2019).

Mit 365.000 kamen die meisten Zugezogenen des 1. Halbjahres 2020 aus dem europäischen Ausland – davon 282.000 aus Staaten der EU-27 – mit deutlichem Abstand vor Asien (56.000) und Amerika (24.000). Gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 rund 29 % weniger Zuzüge aus dem europäischen Ausland, 41 % weniger Zuzüge aus Asien und 32 % weniger Zuzüge aus Amerika registriert. Die meisten Fortzüge im 1. Halbjahr 2020 erfolgten in das europäische Ausland (299.000, –23 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2019), davon 242.000 in Staaten der EU-27. Nach Asien sind die Fortzüge um 23 %, nach Amerika um 17 % gesunken.

Im 1. Halbjahr 2020 wurden 435.000 Wanderungen innerhalb Deutschlands über die Grenzen der Bundesländer registriert. Dies waren 10 % weniger als im 1. Halbjahr 2019. Während im Januar und Februar 2020 die Wanderungen zwischen den Bundesländern nahezu gleichauf mit den Werten im Vorjahreszeitraum lagen, war im März und April eine deutliche Abnahme zu verzeichnen. Im März 2020 wurden 32 % weniger Wanderungen zwischen den Bundesländern registriert als im März 2019, im April lag der Wert um 29 % unterhalb des Vorjahresmonats. Im Gegensatz zur Außenwanderung wurde bei der Wanderung zwischen den Bundesländern im Mai (–2 %) und Juni 2020 (+8 %) das Niveau der Vorjahresmonate fast wieder erreicht bzw. überschritten. Wie bei der Außenwanderung können sich auch bei der monatlichen Entwicklung der Wanderungen zwischen den Bundesländern sowohl die Corona-bedingten Einschränkungen als auch die Verzögerungen bei der Registrierung von Wanderungsfällen regional unterschiedlich auswirken.



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