22.12.2019

Stiftung für Engagement und Ehrenamt

CDU/CSU und SPD haben den Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt vorgelegt.

Mit dem Gesetz soll eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts durch den Bund errichtet werden, um das Ehrenamt zu fördern.
Millionen von Menschen sind freiwillig für das Gemeinwohl aktiv, so die Gesetzesinitiatoren, – vom individuellen Engagement bis zum Ehrenamt, z. B. in Sport- und Kulturvereinen, Kirchen, Stiftungen, Hilfsorganisationen des Bevölkerungsschutzes und Freiwilligen Feuerwehren, Migrantenorganisationen, Umweltorganisationen, Kultureinrichtungen den Freiwilligendiensten und der Wohlfahrtspflege. Insbesondere in ländlichen Regionen seien bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt tragende Säulen eines lebendigen und funktionierenden Gemeinwesens, die nachhaltig zur Festigung und Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Zugleich sei dieses Engagement bundesweit betrachtet nicht in allen Regionen gleich stark ausgeprägt und besonders in einigen Regionen zunehmend fragil. Insbesondere in den ostdeutschen Ländern seien bürgerschaftlich und ehrenamtlich getragene Strukturen mancherorts nur äußerst schwach ausgeprägt. Auch seien die bestehenden Strukturen vor allem in strukturschwachen und ländlichen Regionen durch den demografischen Wandel bedroht. Stadt-Land-Disparitäten und die unterschiedlich stark entwickelten bürgerschaftlich und ehrenamtlich getragenen Strukturen in den Regionen erfordern eine gezielte Förderung, so die Gesetzesbegründung, um gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen. Mit der Errichtung einer Stiftung auf Bundesebene soll eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, die bürgerschaftlich und ehrenamtlich Engagierte bei den unterschiedlichen und vielfältigen Herausforderungen unterstützt.

Weiterführende Hinweise:
BT-Drs. 19/14336
BR-Drs. 520/19