Zertifikatslehrgang | Außenwirtschaft
Exportkontrollfachwirt/in (brav)®
Exportkontrollfachwirt/in (brav)®
Veranstaltungstermin
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ab 2.950,00 €
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Normalpreis: 2.950,00 € zzgl. 19% MwSt. (3.510,50 € inkl. 19% MwSt.)

Allgemeine Informationen

Komplizierter werdende Welthandelsgeschäfte, neue Exportvorschriften, gestiegene und weiter steigende Anforderungen der Genehmigungsbehörden und sensibleres Risikomanagement erfordern gut ausgebildetes Fachpersonal für die störungs- und rechtsfehlerfreie Abwicklung aller Außenhandelsgeschäfte. Zur Kernkompetenz eines professionell arbeitenden Unternehmens gehört eine gut funktionierende Exportkontrolle.
Status Quo der Qualifizierung „Exportkontrolle“ Der wirtschaftliche Erfolg vieler deutscher Unternehmen steht und fällt mit dem Außenhandel.
Im Gegensatz zu anderen Aufgabenfeldern fehlt in der deutschen Berufslandschaft sowohl ein Studiengang für das Außenwirtschaftsrecht als auch ein staatlich geprüfter Ausbildungsberuf für die Aus- und Fortbildung von Beschäftigten in den Zoll-, Außenwirtschafts- und Versandabteilungen. In den meisten Unternehmen werden verantwortungsvolle, mit hohen fiskalischen, straf- und bußgeldrechtlichen Risiken und nicht zuletzt mit ganzheitlichen Compliance-Gefahren behaftete komplexe außenwirtschaftsrechtliche Geschäftsvorfälle durch Personal ohne systematische erworbene Fachkenntnisse erledigt.
Nicht selten erfolgt die Vorgangserledigung nach dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht!“. Die hiermit verbundenen Risiken werden bewusst oder unbewusst in Kauf genommen oder werden den Beschäftigten und der Geschäftsleitung erst dann klar, wenn es zu spät. Nach Einleitung von Straf- und Bußgeldverfahren oder nach Zustellung von Steuerbescheiden durch die Zollbehörden beginnt die Ursachenforschung und der Versuch einer –meist erfolglosen- Schadensbegrenzung.
Insbesondere bei Verstößen gegen Exportkontrollvorschriften drohen empfindliche Strafen. Bußgelder oder Strafen werden persönlich gegenüber den handelnden Personen und –bei Organisationsmängeln- auch immer gegenüber der Geschäftsleitung verhängt. Zusätzlich droht die Bruttoerlösabschöpfung. Dazu kommt ein beträchtlicher Image-Schaden für das Unternehmen. Daher ist eine funktionierende Exportkontrolle für exportierende Unternehmen essenziell.
Qualifiziertes Personal Wenn Sie genehmigungspflichte Sendungen exportieren oder innerhalb der EU liefern, müssen Sie gegenüber dem BAFA einen Ausfuhrverantwortlichen benennen. Dies ist in Deutschland immer ein Mitglied der Geschäftsleitung. Da diese die operative Abwicklung meist an Mitarbeiter, sogenannte Exportkontrollbeauftragte, delegieren, wird dafür fachkundiges Personal im Unternehmen benötigt. Die Fachkenntnisse sind gegenüber dem BAFA bei besonderen Genehmigungsverfahren und insbesondere bei festgestellten Unstimmigkeiten zum Schutz der Geschäftsführung nachzuweisen. Somit werden kleine Fehler als Arbeitsfehler behandelt und nicht als grob fahrlässiges Handeln der Geschäftsführung ausgelegt. In den EU-Zollvorschriften schreibt der Gesetzgeber seit 2016 vor, dass am Außenhandel beteiligte Unternehmen die komplette Import- und Exportabwicklung mit fachkundigem Personal eigenverantwortlich richtig erledigen. Die Zollkompetenz des Personals ist den Hauptzollämtern im Rahmen von Bewilligungen für Verfahrenserleichterungen sogar im Detail nachzuweisen. Ein einheitlicher Standard hierzu existiert in Deutschland nicht. Gleichwohl werden häufig Fortbildungszertifikate als nicht ausreichend von den Zollbehörden abgelehnt, weil der Umfang zu gering, der Inhalt zu allgemein gehalten oder aber das Erreichen der erforderlichen Lernziele ungewiss war. Mit dem brav-Zertifikatsseminar lernen Sie das umfangreiche Exportkontrollwissen für die unmittelbare praktische Anwendung in Ihrem Unternehmen. Der Abschluss Exportkontrollfachwirt/in (brav)® trägt den Anforderungen der deutschen Aufsichtsbehörden in vollem Umfang Rechnung.
Das Konzept folgt der Idee der Fachwirte-Weiterbildung in den vielfältigen Branchen und Funktionen, wohl wissend, dass dieses Fortbildungsmuster üblicherweise mit einer staatlichen Prüfungsordnung einhergeht. Für die Funktion Exportkontrolle gibt es solche Verordnungen jedoch (leider) nicht. Diese Lücke füllt das Programm.
Der Lehrgang richtet sich also an Teilnehmer mit Vorerfahrung bei der Exportkontrolle von Waren und vermittelt darauf aufbauend neben Grundkenntnissen in der Rechtssystematik praktisch anwendbares Detailwissen zu allen Themen des Exportkontrollrechts. Neben den zwei Präsenzwochen lernen Sie in Ihren Praxisphasen unterstützt durch Lernbriefe und Übungsaufgaben weiter und schließen am Ende des 2. Moduls mit einer schriftlichen Prüfung ab. Ihr gemeinsames Training mit weiteren, ähnlich aufgestellten Teilnehmern und nicht zuletzt die zu absolvierende Prüfung erhöhen den Lernerfolg.

Hotel

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Organisation/Erwartungen an die Teilnehmer

Wir bauen zunehmend elektronische Medien und online verfügbare Quellen in unseren Seminaren ein. Bitte bringen Sie daher nach Möglichkeit einen internetfähigen Laptop mit zum Seminar. Bis zwei Wochen vor Seminarbeginn können Sie Themen, fachliche Fragestellungen und Probleme einreichen, die im Forum –ggf. in kleinem Kreis- behandelt werden.

In der Seminargebühr sind enthalten:

  • Umfangreiche Seminarunterlagen in Print- sowie in Onlineversion
  • Prüfungsgebühr
  • Teilnahmezertifikat
  • Seminarverpflegung (Getränke, Mittagessen, Obst und weitere Pausenverpflegung)

Ansprechpartner und Beratung

Sollten Sie Rückfragen zu dem Seminar haben oder sich nicht sicher sein, ob das Seminar für Sie passend ist, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Sie erreichen uns telefonisch unter 0421 98 99 29-0, oder per Mail an kontakt@bav-seminar.net.

Vorteile

Mit der erfolgreichen Seminarteilnahme

  • qualifizieren Sie sich als Fachkraft in einer Zoll- und Außenwirtschaftsabteilung eines Unternehmens.
  • Sie lernen im Detail neben rechtssystematischen Grundkenntnissen, wie Exportkontrollgeschäfte außenwirtschaftsrechtlich richtig abzuwickeln sind.
  • erhalten Sie nach absolvierter Prüfung das Exportkontrollfachwirt (bav)-Zertifikat als Nachweis der Fachkenntnisse gegenüber dem BAFA, dem Zoll und Ihrem Arbeitgeber.
  • bekommen Sie freien Zugang zu unseren regelmäßigen Newslettern mit aktuellen Informationen rund um das Zoll- und Außenwirtschaftsrecht.
  • erhalten Sie in den Praxisphasen der Module umfangreiche Lernbriefe mit vertiefenden praktischen Übungen zu den Lerninhalten.

Zielgruppe

Das Programm Exportkontrollfachwirt/in (brav)® richtet sich an Mitarbeiter der Funktionsbereiche Zoll und Außenwirtschaft/Exportkontrolle aus Industrie, Handelsunternehmen, Logistikdienstleistung, Kammern und Verbänden, Beratungsunternehmen sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Erste Vorkenntnisse sind erforderlich.
Mit der Anmeldung folgen einige Fragen zur Einschätzung der Qualifikation. Bitte setzen sich mit uns in Verbindung, falls Sie Fragen zu den nötigen Vorkenntnissen haben.

Nach dem EU-Ausbildungsrahmenplan ist das Seminar im EU-Level 3 einzuordnen. Weitere Informationen dazu finden Sie online unter: Hier

Agenda / Programm

Seminarablauf

Die Präsenzphasen der beiden Module finden in unseren Seminarräumen in Bremen statt. Begonnen wird in der Regel um 08.30 Uhr und der Seminartags endet um 17.00 Uhr. Am letzten Tag des 2. Moduls (Prüfungstag) findet die feierliche Zertifikatsübergabe statt und endet gegen 15 Uhr.

Themenübersicht

Modul 1 (20.-24.09.2021)

  • Rechtsbereiche beim Export
  • gesetzliche Grundlagen der Exportkontrolle
  • Folgen von Verstöße
  • Definitionen: Ausfuhr, Verbringung, Güter
  • Beschränkungen beim Export
  • Beschränkungen von Gütern
  • Ausfuhrzuverlässigkeitsprüfung mit Ausfuhrlisten, Dual-Use-Verordnung
  • Beschränkungen bei Ländern, Personen, bestimmten Verwendungszwecken, Technischer Unterstützung, Software
  • Antragsverfahren
  • Genehmigungsarten
  • weitere Bescheide
  • notwendige Unterlagen
  • viele praktische Übungen

Modul 2 (08.-12.11.2021)

  • Das zollrechtliche Ausfuhrverfahren
  • Standardverfahren / Vereinfachungen
  • Dokumentation der Exportkontrollprüfung
  • Beteiligtenkonstellation
  • Praktische Umsetzung im Unternehmen
  • Verantwortlichkeiten
  • ICP, Erstellen von Verfahrensanweisungen
  • Zeitplan der Prüfung im Unternehmen
  • Dokumentation im Unternehmen
  • Aufbewahrungspflichten
  • mögliche Sanktionen / Selbstanzeige
  • US-(Re-)Exportkontrolle Grundlagen
  • viele praktische Übungen

Referent/innen

Stefanie Schick
Stefanie Schick
Dipl.-Finanzwirtin (FH) und Steuerberaterin, Geschäftsführerin der bav GmbH
Nora Grubert
Nora Grubert
Dipl.-Finanzwirtin (FH), Referentin der bav- Bremer Außenwirtschafts- und Verkehrsseminare GmbH; Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Svenja Sausen
Svenja Sausen
Referentin Zoll- und Außenwirtschaftsrecht Diplom-Finanzwirtin (FH) Autorin zum Zollrecht

Veranstaltungsort

Veranstaltung
Kontakt

Sarah Meyer

+49 221 97668-8095
sarah.meyer@reguvis.de

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