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Rechtliche Betreuung bei stationärer Pflege – Verantwortung, Rolle und Aufgaben des Betreuers im Rahmen eines kooperativen Verständnisses

Aufsätze

Der Prozess hin zu einem Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung fällt allen Beteiligten und insbesondere dem betroffenen älteren Menschen vielfach schwer, ist oftmals mit einem einschneidenden Ereignis (Sturz, massive gesundheitliche Veränderungen etc.) und mit einer Vielzahl an Abschieden verbunden. Nach den komplexen und verantwortungsvollen vorausgehenden Entscheidungen in Bezug auf die/den Betreuten, aber auch aufgrund der Neuausrichtung der Versorgungssituation sowie den veränderten und vielfach neuen Beanspruchungen für Betreuende, kann sich mit der Verlegung der/des Betreuten in eine Pflegeeinrichtung der Wunsch entwickeln, auch die Sorge um deren Gesundheit und Pflege „abzugeben“. Diese Überlassung erfolgt, in der Hoffnung oder Erwartung, dass die betreuenden Hausärzte und die professionell Pflegenden es schon „richten“ und entscheiden werden, was für die/den Betreuten gut sei. Tatsächlich aber bleiben Betreuer im Rahmen des Aufgabenkreises „Gesundheitssorge“ für alle Fragen und Entscheidungen die Gesundheit und Pflege ihrer Betreuten betreffend „zuständig“ und sind verantwortlich dafür, dass alle notwendigen Pflege- und Behandlungsmaßnahmen zum Wohle der/des Betreuten erfolgen. Auch wenn die Betreuten einzelne, ihre Gesundheit betreffende Fragen noch selbst entscheiden können, auch wenn sich die Betreuten in einem professionellen Versorgungssetting befinden, haben die zuständigen Betreuer ihrer Beratungs- und Unterstützungsfunktion angemessen Rechnung zu tragen. Diese bleibende Verantwortung wird nachfolgend exemplarisch verdeutlicht.

I. Die Fragestellungen und Entscheidungen im Vorfeld und nach dem Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtungen – Die Perspektiven der Beteiligten und die Verantwortung der Betreuer

Anhand eines Fallbeispiels werden Entscheidungen im Vorfeld und nach dem Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtungen dahingehend betrachtet und diskutiert, welche Rolle Betreuer in den jeweils exemplarisch dargestellten Fragestellungen und Abwägungsbedarfen aufgrund ihres professionellen Auftrags und den damit eihergehenden Verantwortlichkeiten einnehmen müssen.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 6 / 2019 auf Seite: 215
Prof. Konrad Stolz, Prof. Dr. Annette Riedel