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Depressionen frühzeitig erkennen – Ein wichtiges Handlungsfeld zur Stärkung der Männergesundheit

Aufsätze

Obgleich sich traditionelle Geschlechterrollen in den letzten Jahrzehnten sukzessive gewandelt haben, scheinen im Bereich der psychischen Gesundheit von Männern noch immer die alten Klischees vorzuherrschen. Danach gelten psychische Erkrankungen, wie Depressionen, offenbar nach wie vor als Zeichen von Schwäche. Tatsächlich werden entsprechende Diagnosen bei Männern seltener gestellt. Es ist jedoch ebenso auffallend wie alarmierend, dass sich Männer dreimal so häufig das Leben nehmen wie Frauen, was häufig auf eine depressive Erkrankung zurückgeht. Darauf macht beispielsweise das Männergesundheitsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufmerksam. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, rechtliche Betreuer für diese Problematik zu sensibilisieren.

I. Einleitung

Zwar haben sich die Unterschiede bei der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern in den letzten Jahren verringert, aber dennoch sterben Männer nach wie vor deutlich früher als Frauen. So beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung für 2015 geborene Jungen in Deutschland 78,4 Jahre, für Mädchen liegt sie bei 83,4 Jahren. Die Ursachen sind zwar auch biologisch bedingt, jedoch nach Expertenmeinung insbesondere auf die unterschiedlichen Lebensstile zurückzuführen. „Männer verhalten sich in vielen Bereichen gesundheitsriskanter als Frauen: Sie rauchen mehr, trinken mehr Alkohol und nehmen weniger an Gesundheitsförderungsmaßnahmen und Früherkennungsuntersuchungen teil“, so Froböse et al. Die Autoren weisen in diesem Zusammenhang auf die höhere Zahl sogenannter vorzeitiger Todesfälle bei Männern hin. Zu den vermeidbaren Sterbefällen zählen auch Suizide.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 6 / 2019 auf Seite: 236
Michaela Allgeier