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Betrifft-Unternehmen
05.11.2019

Haftung eines Partners endet nicht durch Abgabe des Mandats

© danstar/Shotshop.com

Ein Anwalt beriet als Partner einer Partnerschaftsgesellschaft einen Mandanten in einer Bausache. Nachdem er von der Erhebung einer Klage abgeraten hatte, gab er die Sache an einen anderen Anwalt der Partnerschaft weiter. Dabei sicherte er aber zu, die Arbeit des Kollegen zu überwachen. Nachdem die Klage in zwei Instanzen erfolglos blieb, verlangte der Mandant sowohl vom ursprünglichen als auch vom späteren Betreuer des Falls Schadensersatz. Der den Fall ursprünglich betreuende Partner wandte ein, dass er nach Abgabe des Falls nicht mehr für fremde Fehlberatung hafte (§ 8 Abs. 2 PartGG). Der BGH lehnte diese Argumentation jedoch ab und bejahte eine Haftung auch des ursprünglichen Partners.

Eine Haftungsbeschränkung nach § 8 Abs. 2 PartGG setze voraus, dass der in Anspruch genommene Partner nicht mit der Bearbeitung des Auftrags befasst war oder nur einen Bearbeitungsbeitrag von untergeordneter Bedeutung geleistet hat. Soweit der Fall auch nur vorübergehend selbst bearbeitet wurde, ist dies erfüllt - die Weitergabe innerhalb der Partnerschaft hat keine befreiende Wirkung. Erst Recht gilt dies im konkreten Fall, soweit sogar eine Überwachung angekündigt war. Daran ändert auch nichts, dass der betreffende Anwalt ursprünglich von der Klageerhebung abgeraten hat - denn seine Verantwortung endete nicht mit diesem ersten Rat.



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