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05.11.2019

Vorsteuerabzug für Maklerkosten bei Wohnungssuche von Angestellten möglich

© ISO K° - photography/Shotshop.com

Eine neu gegründete Konzerntochter sagte Mitarbeitern, die von anderen Konzernstandorten im Ausland nach Deutschland versetzt werden sollten, zu, dass sie diese bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus unterstützen wurde. Die Klägerin zahlte zu diesem Zweck Maklerprovisionen für die betroffenen Angestellten aus Rechnungen, die auf sie ausgestellt wurden. Das Finanzamt nahm einen tauschähnlichen Umsatz auf arbeitsvertraglicher Grundlage zum gemeinen Wert der Gegenleistung an. Hiergegen wandte sich das Unternehmen und hatte zuletzt auch vor dem BFH Erfolg (Urteil vom 6.6.2019, Az. V R 18/18).

Aus Sicht des BFH wurden erst durch die Vorteilsgewährung die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden, dass überhaupt Arbeitsleistungen erbracht werden konnten. Damit liegt aber kein "Tausch" vor. Auch erfolgte keinerlei Anrechnung auf das Gehalt bzw. eine gehaltsabhängige Minderung des Maklerzuschusses. Ziel sei es, erfahrene Mitarbeiter des Konzerns unabhängig von deren bisherigem Arbeits- und Wohnort für den Aufbau der Klägerin als neuem Konzerndienstleister an ihren Unternehmensstandort zu holen. Daher liege auch ein Eigeninteresse und keine Entnahme der Konzernmutter vor. Ein Vorsteuerabzug sei möglich, da das Interesse der Arbeitnehmer jedenfalls bei Umzug aus dem Ausland deutlich hinter dem Unternehmensinteresse zurücktrete.



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