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Betrifft-Unternehmen
24.05.2015

Selbst geschaffene Werte beim Formwechsel

© Erwin Wodicka/Shotshop.com

Eine GmbH hatte einen selbst geschaffenen Firmenwert als Aktivvermögen angesetzt. Dies wurde vom  Finanzamt unter Hinweis auf das Aktivierungsverbot des § 5 Abs. 2 EStG abgelehnt, was letztlich die Gewinne der Gesellschaft erhöht hatte. Eine Klage der Gesellschaft blieb jedoch ohne Erfolg, da wegen hoher Verlustvorträge ohnehin keine Körperschaftssteuer anfiel. In der Folge wurde die GmbH per Formwechsel in eine KG umgewandelt. In der Eröffnungsbilanz der KG wurde ebenso wie in der  Schlussbilanz der GmbH der selbst geschaffene Firmenwert als Aktivposten angesetzt. Das Finanzamt meinte, durch die Abweisung der Klage gegen den Körperschaftssteuerbescheid sei man an die Ansätze der GmbH gebunden. Das FG Münster lehnte diese Auffassung ab (Urteil vom 17. November 2014, Az. 5 K 2396/13 G,F).

Nach Ansicht des Finanzgerichts seien die Ansätze aus der Schlussbilanz zu übernehmen, einschließlich des Firmenwertes. Das Verbot der Aktivierung selbst geschaffener Wirtschaftsgüter finde  im Rahmen des Formwechsels einer Kapital- in eine Personengesellschaft keine Anwendung. § 3 UmwStG enthalte für Umwandlungsfälle ein Wahlrecht für den Ansatz von Wirtschaftsgütern in der Schlussbilanz,  welches § 5 Abs. 2 EStG vorgehe. Eine Bindungswirkung der Körperschaftssteuerfestsetzung bestehe  nicht.



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