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Betrifft-Unternehmen
01.08.2010

Bewertung von immateriellen Werten nach IDW S 5

Von: StB Dr. Christian Zwirner

Der wahre Wert eines Unternehmens schlägt sich nicht im bilanziellen Vermögen nieder. Vielfach zeichnen immaterielle Werte und hier insbesondere Kundenbeziehungen für Unternehmenswerte oder Kaufentscheidungen verantwortlich. Damit gewinnt die Forderung nach einer typisierten, standardisierten Bewertung solcher Werte an Bedeutung.

Die Bezeichnung bringt es bereits zum Ausdruck: immaterielle Werte sind nicht greifbar, sie sind auch nur sehr schwer abgrenzbar und damit bewertbar. Gleichzeitig zeichnen sie im Wandel unserer Gesellschaft von einer technisch orientierten Produktionsgesellschaft hin zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft als wesentliche Werte und Werttreiber verantwortlich. Typische immaterielle Vermögenswerte sind Marken, Patente, Lizenzen, andere patentierte und nicht patentierte Produktionsprozesse und Technologien sowie das Bestehen von Kundenbeziehungen. Nicht zuletzt Kundenbeziehungen, deren Gewinnung und Erhalt sowie die aus ihnen resultierenden Erträge bestimmen das Wachstum und die Entwicklung unserer Gesellschaft. Mit der Zunahme der Relevanz solcher Werte steigt auch die Forderung nach ihrer Bewertung.

Der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW hat im November den Entwurf einer Fortsetzung von IDW S 5: Grundsätze zur Bewertung immaterieller Werte (IDW S 5): Besonderheiten bei der Bewertung von kundenorientierten immateriellen Werten veröffentlicht. Kundenlisten, Auftragsbestände, Kundenverträge und Kundenbeziehungen sind Beispiele kundenorientierter Werte.

Der Bewertungsstandard IDW S 5 regelt bislang die allgemeinen Grundsätze zur Bewertung immaterieller Vermögenswerte und erläutert die Besonderheiten bei der Bewertung von Marken. Dieser Standard wird nun um die Besonderheiten der Bewertung von kundenorientierten immateriellen Werten ergänzt. Dabei liegt ein Schwerpunkt der Ausführungen auf der Definition von kundenorientierten immateriellen Werten und ihrer Abgrenzung von anderen immateriellen Werten. 

Im Mittelpunkt des Entwurfs der Fortsetzung des Bewertungsstandards stehen die Bestim-mung eines zutreffenden Bewertungsverfahrens sowie Ausführungen zur Bestimmung der Nutzungsdauer von kundenorientierten immateriellen Werten. Schließlich werden Besonder-heiten bei der Kapitalisierung der zukünftigen finanziellen Überschüsse erläutert und die Vornahme von Plausibilitätsbeurteilungen der Bewertungsergebnisse erörtert.

Weitere Infos unter www.kleeberg.de

 

 



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