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Betrifft-Unternehmen
08.08.2020

Wann macht ein Influencer keine Werbung?

© Erwin Wodicka/Shotshop.com

Influencer-Werbung auf Social-Media-Plattformen wie Youtube, Instagram oder Twitter nimmt ständig zu. Dies wirft die Frage auf, wann Beiträge als Werbung zu kennzeichnen sind. Das LG Köln gab in einem aktuellen Urteil (Az. 33 O 138/19 vom 21. Juli 2020) eine überraschend einfache Antwort: Jede Produktempfehlung sei zu kennzeichnen, selbst wenn es keine entsprechende Verträge gibt und keine Gegenleistung erfolgt. Ein Influencer nehme bereits dann eine geschäftliche Handlung im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG vor, wenn er Unternehmen oder Waren direkt auf deren eigenen Auftritt in den sozialen Medien verlinkt. Dadurch fördere der Influencer nämlich das eigene Unternehmen (als Influencer) sowie die Unternehmen, auf die verlinkt wird. Damit positioniert sich das LG Köln gegen das OLG Hamburg und das OLG München, urteilt aber ähnlich wie das OLG Braunschweig. Eine Entscheidung des BGH zu dieser Problematik ist angesichts dieser Divergenzen demnächst zu erwarten.



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