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Betrifft-Unternehmen
02.12.2018

Schadensersatz für unzutreffende Darstellung von Online-Bewertungen

© danstar/Shotshop.com

Die Betreiberin eines Fitnessstudios wurde auf dem Online-Bewertungsportal Yelp mit nur zwei/drei von fünf möglichen Sternen bewertet. Allerdings wurden im Portal nur Bewertungen berücksichtigt, die durch einen Algorithmus aufgrund bestimtmer Kriterien (etwa der Zahl der bisher abgegebenen Bewertungen) als "empfohlen" qualifiziert wurden. Hierdurch blieben positive Bewertungen außer Betracht (insgesamt wurden 95% der Beurteilungen nicht berücksichtigt). Das OLG München 

(Urteil v. 13.11.2018, Az. 18 U 1280/16) verurteilte die Betreber des Portals zur Zahlung von 800 € Schadensersatz pro Studio.

Das OLG erblickte in der Auswahl der Bewertungen eine eigene Aussage von Yelp, welche als Tatsachenbehauptung zu qualifizieren sei. Es bedürfte eines nachvollziehbaren Grundes für die Auswahl, da sonst das Unternehmenspersönlichkeitsrecht bzw. das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb unangemessen beschränkt würde. Zudem sei eine Auswahl der berücksichtigten Bewertungen mit dem Zweck eines Bewertungsportals unvereinbar.



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