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Familie Betreuung Soziales
04.09.2020

Zur den Pflichten des Betreuers bei der Vermögensverwaltung eines vermögenden Betreuten

OLG Schleswig, Urteil vom 16.07.2020, 2 U 7/19

Im vorliegenden Verfahren hatten die Kläger als Testamentsvollstrecker von der ehemaligen Betreuerin Schadensersatz im Zusammenhang mit der Anlage des Wertpapiervermögens der Betreuten und Rückzahlung der dem Ehepartner der Betreuerin für die Vermögensverwaltung gezahlten Vergütung verlangt.

Das OLG hat u.a. festgestellt, dass keine Pflicht des Betreuers aus §§ 1908i Abs. 1, 1806 BGB besteht, bereits vor der Anordnung der Betreuung bestehende Kapitalanlagen, in mündelsichere Anlagen umzuwandeln. Bei erheblichem Vermögen entspreche es im Allgemeinen den wirtschaftlichen Grundsätzen, einen Teil des Anlagevermögens in Aktien zu investieren.

Verfügt der Betreuer nicht über ausreichende Fachkenntnisse sei es bei einer umfangreichen Vermögensverwaltung geboten, einen sachkundigen Dritten mit der Vermögensverwaltung zu beauftragen.



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