26.04.2021

Wintereinbruch bremst Bautätigkeit im Februar

Von: Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V.

Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts.

„Neben dem erschwerten Arbeiten unter den Bedingungen der Pandemie und den stark gestiegenen Preisen für Baumaterialien war die Lage der Bauwirtschaft durch eine deutlich rückläufige Umsatzentwicklung geprägt. Diese ist in hohem Maße dem Wintereinbruch im Februar in weiten Teilen in Deutschlands zuzuschreiben.“ So die Einschätzung von Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zu den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Danach gingen die Umsätze in den Unternehmen im Bauhauptgewerbe im Februar um ca. 15 % zurück, dabei im Wohnungsbau um ca. 15 %, im Wirtschaftsbau um ca. 13 % und im öffentlichen Bau um ca. 17 %.

Pakleppa weiter: „Diese Entwicklung trifft den Straßenbau besonders. Hier gab es einen Umsatzrückgang von fast 25 %. Die Meldungen zu den witterungsbedingten Baubehinderungen in der Ifo-Konjunkturumfrage haben sich gegenüber dem Vorjahr etwa verdoppelt. Die geleisteten Stunden bestätigen diese Einschätzung. Bei der gleichen Anzahl von Werktagen wie im Februar 2020 ging die Zahl der geleisteten Stunden um ca. 10 % zurück. Im Wohnungsbau dürften Vorzieheffekte im Dezember aufgrund des Auslaufens der Mehrwertsteuerabsenkung zum Ende 2020 eine Rolle gespielt haben.

Der Blick auf die Orderentwicklung im Februar mit +7,5 % lässt für die kommenden Monate eine anziehende Bauproduktion erwarten. So sind die Aufträge im Wohnungsbau um fast 10 % und im öffentlichen Bau um gut 10 % gestiegen. Auch im Wirtschaftshochbau gibt es in diesem Monat mit einem Plus von knapp 6 % ein positives Signal. Ob das eine nachhaltige Belebung ankündigt, werden wir in den kommenden Monaten sehen.“ So Pakleppa abschließend.

Pressemitteilung vom 23.04.2021