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11.06.2020

Destatis: Starker Rückgang der deutschen Exporte im April

© Leif Stiller/Shotshop.com

Deutschland hat im April 2020 um 31,1 Prozent weniger Waren ausgeführt als im April des Vorjahres. Auch die Importe haben im Vorjahresvergleich stark nachgelassen. Das teilte das statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mit.

Der Wert der von Deutschland im April 2020 ausgeführten Waren betrug 75,7 Milliarden, der Wert der Einfuhren 72,2 Milliarden Euro – im Vergleich zu April 2019 ein Exportrückgang um 31,1 Prozent bzw. Importrückgang um 21,6 Prozent. Exportseitig sei dies der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950 gewesen. Importseitig seien die deutschen Einfuhren zuletzt in der Finanzkrise im Juli 2009 so stark zurückgegeangen (-23,6 %), heißt es in der  Mitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Im Vergleich zum Vormonat März 2020 sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 24,0 Prozent und die Importe um 16,5 Prozent. Destatis zufolge war dies der größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990.

Die Außenhandelsbilanz wies im April 2020 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro aus (kalender- und saisonbereinigt 3,2 Milliarden Euro) – der niedrigste Exportüberschuss Deutschlands seit Dezember 2000 (+1,7 Milliarden Euro). Im April 2019 schloss die Außenhandelsbilanz mit einem Plus von 17,8 Milliarden Euro ab.

Außenhandel mit EU-Staaten

Gegenüber April 2019 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 34,8 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 30,1 Prozent. In die Staaten der Eurozone betrug der Rückgang der Ausfuhren im April des laufenden Jahres 36,7 Prozent und der Rückgang der von dort eingeführten Waren 28,9 Prozent. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, führte Deutschland im April dieses Jahres 29,9 Prozent weniger Waren aus und 32,9 weniger von dort ein.

Deutlich spürbar ist auch der Rückgang der Exporte in die Drittstaaten, mit einer Abnahme um 27,0 Prozent im Vergleich zum April 2019. Die Importe von dort sanken um 11,4 Prozent.

Corona-Pandemie setzt Außenhandel zu

Besonder stark sanken die Exporte in die von der Corona-Krise betroffenen Länder. Während die Ausfuhren in die Volksrepublik China im April 2020 moderat um 12,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro sanken, büßten die Exporte nach Frankreich um 48,3 Prozent, nach Italien um 40,1 Prozent und in die Vereinigte Staaten um 35,8 Prozent gegenüber April 2019 ein.

Die Einfuhren aus der Volksrepublik China nach Deutschland betrugen 10,0 Prozent mehr als im April 2019. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im April 2020 um 2,4 Prozent auf einen Wert von 5,9 Milliarden Euro an.

Coronabedingt nahmen die deutschen Importe aus Frankreich und Italien ebenfalls stark ab (-32,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro).

Quelle: www.destatis.de



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