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05.08.2020

Corona-Krise: Chance zur Relokalisierung?

Von: C. Isken/Redaktion

Cover der Zeitschrift AW-Prax

COVID-19 zeigt deutlich die Nachteile der Produktionsverlagerung ins Ausland auf. Die Konsequenz könnte ein „Zurückholen“ der Produktionsleistung nach Deutschland sein.

Im Zuge der Globalisierung haben viele Unternehmen ihre Produktion in ein Niedriglohnland wie China ausgelagert. Die Folgen der Corona-Krise zeigen nun, wie hoch der Preis für diese Verfahrensweise ist. Könnte daher nicht eine lokalere und regionalere Ausrichtung, sprich eine Relokalisierung auf Deutschland als Produktionsstätte die logische Konsequenz sein? Coronabedingt hat die Relokalisierung in kleinem Rahmen in Deutschland bereits stattgefunden. Der Bedarf an Schutzmasken konnte mitunter nur gedeckt werden, weil einige deutsche Unternehmen ihre Produktion auf Schutzmasken umgestellt haben.

Wie könnte die Relokalisierung funktionieren?

Als Modell für die Relokalisierung könnten nationale bzw. lokale Kooperationen zwischen Unternehmen dienen. Ziel dieses Modells ist der Aufbau eines Netzwerks, um daraus Synergieeffekte und Vorteile zu generieren. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen sind darauf angewiesen, um trotz Relokalisierung am globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Wettbewerbsfähigkeit lässt sich durch das Vernetzen von Unternehmen sowie deren Wissen und vorhandenen Infrastrukturen sicherstellen. 
Überdies könnte die Angebotspalette im Wege der Vernetzung erweitert und ein Mehrwert im Interesse der verbundenen Unternehmen erwirtschaftet werden.

Eine lokale Produktion und die Idee der Vernetzung schaffen gerade für das Produktionsland ein hohes Wirtschaftsbewusstsein. Die Rückverlagerung der Produktion trägt zur Schaffung neuer regionaler Arbeitsplätze bei. Insgesamt wird eine verbrauchernahe und energieeffiziente Produktion angestrebt, in welcher lokale und regionale Kompetenzen und Ressourcen auf schonende Weise genutzt werden sollen. 

Im Ergebnis soll dies neue soziale, kooperative Wirtschaftsstrukturen und Standards entwickeln. So wird eine langfristige Entwicklung (bspw. das Denken in Generationen, Kreislaufwirtschaft etc.) einem kurzfristigen Gewinnstreben vorgezogen, um den Mehrwert lokal zu halten. Die Devise lautet: Einkommensorientierung statt Gewinnmaximierung.

Auswirkung regulatorischer Maßnahmen

In Anbetracht des Wettbewerbs und des damit verbundenen Kostendrucks stellt sich die Frage, ob sich eine lokale (Mindest-)Produktion durch Initiative der Regierung erreichen lässt  bzw. ob die Exekutive eine vollständige Auslagerung der Produktion durch die Unternehmen mithilfe von Regelungen verhindern kann.

Eine Antwort und weitere Infos zum Thema erhalten Sie hier im Beitrag.

Quelle: Zeitschrift AW-Prax (Außenwirtschaftliche Praxis) Reguvis Fachmedien GmbH, Köln



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