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08.06.2021

Betrugsfälle im Firmengeschäft steigen deutlich an

Von: C. Isken/Redaktion

© Monkey Business/Shotshop.com

In Deutschland nehmen Betrugsversuche spürbar zu. Davon sind einige Branchen besonders betroffen, wie der Kreditversicherer Atradius mitteilt. Im Ausland sei vor allem der Identitätsbetrug auf dem Vormarsch.

Die Daten von Atradius zeigen, dass Betrugsversuche besonders oft vom Ruhrgebiet und vom Großraum Berlin ausgehen. Dabei führten Kriminelle am häufigsten den sogenannten Stoßbetrug durch: Sie bestellen Waren auf Rechnung mit dem Vorsatz, diese nicht zu bezahlen. Die Zahlungsmahnungen der Lieferanten laufen ins Leere, denn die Besteller haben sich aus dem Staub gemacht. Das komme am häufigsten in der Lebensmittelbranche vor, insbesondere bei Händlern von hochwertigem Fleisch und Fisch. Zuletzt seien aber auch vermehrt Betrugsversuche im IT-Bereich, bei Baumaterialien sowie bei Metallen aufgefallen.

Seit Sommer vergangenen Jahres steigen verdächtige Bestellungen besonders bei hochwertigen Metallen wie zum Beispiel Kupfer an, sagt Atradius. Der Kreditversicherer appelliert daher an Lieferanten und Dienstleister, wachsam zu sein, wenn ein neuer Kunde zuletzt häufiger die Anschrift gewechselt hat oder aus einer Branche bestellt wird, für die die eigene Ware eigentlich nicht geeignet ist. Obacht sei auch geboten, wenn ein Abnehmer innerhalb kürzester Zeit viele Bestellungen bei verschiedenen Lieferanten aufgibt.

Betrüger auch im Ausland immer aktiver

Dem Versicherer zufolge steigt die Zahl der Betrugsfälle auch im Ausland – vor allem der Identitätsbetrug. Bei dieser Methode weisen sich Kriminelle mit gefälschten Firmenkontaktdaten in der E-Mail-Signatur sowie mit Fake-E-Mail-Adressen aus. Mit der falschen Identität ordern sie dann im Namen eines großen Handelskonzerns Waren. Nach der Auslieferung der Waren erlischt der Kontakt. Diese Betrugsmasche habe der Versicherer zuletzt auffallend oft in Großbritannien festgestellt.

Dabei seien ausländische Lieferanten besonders beliebte Opfer der Betrüger, da sie wegen sprachlicher Barrieren Auffälligkeiten in E-Mails oftmals nicht sofort erkennen. Am häufigsten davon betroffen seien mittelständische Lieferanten im Handelsbereich. Die Fälle nähmen aber auch in der IT-Branche und im Baubereich zu.

In den Niederlanden besteht die Betrugsmethode darin, ehemalige Unternehmen zum Leben zu erwecken und deren Namen zu nutzen, um Geschäfte zu tätigen. Davon betroffen seien häufig der Handel mit Lebensmitteln und sonstigen Gütern  sowie Produkte der Baubranche.

In Belgien sei der Stoßbetrug ähnlich wie in Deutschland beliebte Täuschungsmasche.


Über Atradius


Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern.



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